Wann wird man je versteh’n?

Volkstrauertag auf würdige Weise begangen.

Wann wird man je versteh’n?

Ort
Tiefenbach

Veranstalter
Gemeinde Tiefenbach Pfarrei St. Vitus Tiefenbach

Termine
So, 19.11.2023

Am Volkstrauertag erinnerten wieder die großen Tafeln mit Bildern der Gefallenen aus den beiden Weltkriegen vor dem Altar an die vielen Toten aus der Pfarrei St. Vitus. Pfarrer Albert Hölzl begrüßte in der Pfarrkirche mit den Vereinen die weltlichen Gremien und alle Gläubigen. Wir schimpfen oft auf die sogenannten Oberen aus Politik, Wirtschaft, Kirche und Gesellschaft. Aber Stammtischgerede, meinte Hölzl, helfe hier nicht weiter und sei dem Frieden kaum dienlich. Jeder von uns sei aufgefordert, sich einzubringen. Gott will, dass wir unsere Fähigkeiten und unsere Talente nutzen und nicht verkümmern lassen. Der Volkstrauertag erinnere uns daran, dass wir den Frieden aktiv bewahren müssen. In seiner Predigt ging Hölzl auf die Künstlerin Käte Kollwitz ein und ihre berühmte Skulptur „Trauerndes Elternpaar“, das am Soldatenfriedhof in Vladslo in Belgien steht.

Am Kriegerdenkmal, an dem sich die Vereine und Bürger im Anschluss an den Gottesdienst versammelt hatten, fand Bürgermeister Ludwig Prögler ebenso eindringliche Worte angesichts eines Krieges in Europa und im Nahen Osten. „Sag mir wo die Blumen sind?“ - das Lied von Marlene Dietrich sei ein kritischer Text gegen jeden Krieg. „Wann wir man je versteh‘n?“ lautet der Refrain und das fragten wir uns angesichts der aktuellen Kriege, die leider nicht weniger, sondern mehr werden. Dabei dürfen wir nicht vergessen, meinte Prögler, dass Unrecht eben Unrecht bleibe und Gewalt, Gewalt bleibe, egal wo auf unserer Erde. Habe man aus den leidvollen Erfahrungen der Vergangenheit keine Lehren gezogen?, stellte Bürgermeister Prögler abschließend die unbeantwortete Frage in den Raum. Am Mahnmal legte Prögler zu Ehren der Gefallenen, Vermissten und aller Kriegstoten einen Kranz nieder. Dazu bat Franz Hoffmann von der SRuKK die Ehrenformation stillzustehen und die Salutkanone feuerte drei Schüsse ab. Nach der deutschen Nationalhymne stimmte die Blaskapelle Treffelstein als Schlusslied die Bayernhymne an.

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