Auftakt Jubiläum 110-Jahre Klöppelschule


Auftaktveranstaltung

Die Region ist stolz auf ihre besondere Tradition, die Handwerkskunst des Spitzenklöppelns. Ein Festabend war der Auftakt zu den Feierlichkeiten zum 110-jährigen Jubiläum der Klöppelschule Tiefenbach.
Bürgermeister Ludwig Prögler konnte dazu im Jugendheim zahlreiche geladene Gäste begrüßen, unter ihnen Pfarrer Albert Hölzl, Altbürgermeister Johann Müller, die Bürgermeister der Nachbargemeinden und zahlreiche Vertreter der Gemeinde Tiefenbach, Gäste aus dem Kulturleben von Tiefenbach und natürlich die Damen der Klöppelkreise Tiefenbach – Schönsee – Stadlern und Cham mit ihren Vorsitzenden.
Bereits im Aufgang konnten sich die Gäste beim Betrachten der historischen Aufnahmen in die Zeit der Anfänge der Klöppelschule zurückversetzen. Zahlreiche Musterstücke, fertige Werke und Klöppelutensilien, waren im Festsaal dekoriert.
Zum Einstieg wurde der aktuelle Film des BR über das Klöppelmuseum anlässlich der Aufnahme in das Immaterielle Kulturerbe auf die Landesliste Bayern gezeigt. Während des gesamten Abends wurden immer wieder Filmaufnahmen aus den vergangenen Jahrzehnten zum 90- und 100-jährigen Jubiläum präsentiert.
Bürgermeister Prögler zitierte aus einer Wochenschrift für die weibliche Jugend aus dem Jahr 1918: „So lustig und zart die Maschen sich schlingen, so zierlich die Spitzen und Kragen, die Beutel und all die hübschen, mehr oder weniger kostbaren Gegenstände auch wirken, viel, sehr viel Mühsal ist in die leichte Spitze hineingewirkt und es ist nur selbstverständlich, dass die Klöppelspitze, diese Kunst, die nur den Fleißigen restlos gelingt, auch entsprechend entlohnt wird. Es ist durchaus notwendig, dass die Achtung vor der Handarbeit die Preise für die eigenartigen Erzeugnisse der Heimatkunst quittiere.“ Er sprach davon, dass die alte, oder besser gesagt wieder junge Handwerkskunst des Spitzenklöppelns sie alle zusammengeführt habe um das besondere Jubiläum: 110 Jahre Klöppelschule Tiefenbach zu feiern. „Ein Jubiläum, auf das wir stolz sein dürfen und auch sind! Spitzenklöppeln in Tiefenbach ist mehr als nur eine Tradition, es ist ein bedeutender Teil unserer Heimatgeschichte.“ Ludwig Prögler wies auch stolz auf die Aufnahme nicht nur in die Landesliste Bayerns, sondern auch auf die Bundesliste des Immateriellen Kulturerbes hin.
„Wir sind spitze“, betonte Ludwig Prögler „und das mit Berechtigung.“ Gemeint ist aber nicht das Eigenlob, sondern Tiefenbach ist neben Schönsee und Stadlern eine der Spitzengemeinden im Oberpfälzer Wald. Generationen von Frauen und Mädchen  haben diese filigrane Handwerkskunst erlernt und weitergegeben und somit einen wertvollen Beitrag geleistet, dass sie nicht in Vergessenheit gerät und jetzt sogar eine neue Blüte erlebt. Prögler blickte auf die Anfänge zurück und zitierte nochmal aus der bereits erwähnten Mädchenpost, aus einem Artikel von Else Levin aus Charlottenburg mit dem Titel „Die königliche Spitzenschule zu Tiefenbach in der Oberpfalz“. Darin wurde aufgezeigt, wie die Webmaschine das bis dahin blühende Gewerbe der Weberei in Tiefenbach hart bedrängte. „Webstuhl und Spindel feierten und die Rolle Tiefenbachs als Weberdorf war ausgespielt.“ In dem „rauen, weltabgelegenen Böhmerwald“ konnte eine einträgliche Industrie schwer Wurzeln fassen und so wurden von der Regierung 1849 mehrere beschäftigungslos gewordene Handwerker nach Belgien gesandt, wo sie in der Kunst des Klöppelns ausgebildet wurden. Sie kehrten zurück und lehrten die fremde Kunst, die sich nach und nach einbürgerte. Doch es dauerte längere Zeit, bis sich die einstigen Weberfamilien mit der neuen Beschäftigung befreunden konnten. Der Entschluss wurde gefasst, die Klöppelkunst durch Errichtung einer königlichen Spitzenschule zu stärken und zu unterstützen. 1907 wurde die Klöppelschule gegründet, 1912 wurde das große, eigene Schulhaus in einheimischer Bauweise eingeweiht. Neben dem geräumigen, hellen Schulsaal enthält es auch eine geschmackvolle Wohnung für die Lehrerin und Ausstellungsräume für die Genossenschaft, die den Verkauf der Spitzen erledigt. Weiter lobte die Autorin: „Wie Tiefenbach einst als „Dorf der Handweber“ einen Namen hatte, so ist es jetzt durch seine große Spitzenindustrie weit und breit bekannt und geschätzt.“
Diesem Lob schloss sich Bürgermeister Ludwig Prögler voll und ganz an, Tiefenbach ist auch heute noch durch seine Spitzenprodukte bekannt und geschätzt und eben das „Dorf der Klöpplerinnen“. Wobei sich dann und wann auch ein klöppelbegeisterter Herr zu den Damen gesellt und moderne Motive am Klöppelsack entstehen lässt. In erster Linie ist es den Damen des Klöppelkreises zu verdanken, dass im Ort noch mit flinken Fingern, mit enormen Können und großer Liebe dieses alte Kunsthandwerk erhalten geblieben ist. Sie treffen sich regelmäßig mit Gleichgesinnten aus Schönsee und Stadlern und frönen ihren Hobby. Dabei fühlt man sich in die frühere Hutschastub´n zurückversetzt. Prögler betonte, dass dieses Jubiläum auch Anlass sein soll, den Damen zu danken, die nie nachgelassen haben, dieses für uns so bedeutende Kunsthandwerk zu pflegen und in Erinnerung zu rufen, sei es in Arbeitsgruppen an der Schule, bei Klöppelkursen, bei praktischen Klöppelvorführungen oder der Betreuung des Museums Ehemalige Klöppelschule. „Sie waren und sind Hüter unseres besonderen (Spitzen-)Schatzes! Herzlichen Dank dafür!“ lobte Prögler.
Besonders hob er Sieglinde Prögler heraus, die immer wieder angeschoben, neue Ideen geboren und sich an vorderster Spitze selbst eingebracht hat. Auch den Damen vom Klöppelkreis Schönsee-Stadlern-Tiefenbach dankte er für die Unterstützung bei vielen Anlässen. Die Bürgermeister der drei Orte stehen voll und ganz hinter dieser Gemeinschaft – dafür dankte der Tiefenbacher Bürgermeister seinen Amtskollegen Birgit Höcherl aus Schönsee und Gerald Reiter aus Stadlern.
Das Engagement des Klöppelkreises war mit ausschlaggebend, dass das Spitzenklöppeln im Oberpfälzer Wald sowohl in das Bayerische Landesverzeichnis als auch in das Bundesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden ist. „Soweit hat es bisher kein Kulturgut aus dem Landkreis geschafft“. Gewürdigt wurden dabei das Klöppeln als textiles Kunsthandwerk mit langer Tradition und identitätsstiftendem Charakter für die Region. Die Urkunde wurde beim Festakt natürlich ausgestellt.
Ludwig Prögler wies weiterhin auf eine weitere, wichtige Jahreszahl hin: 2002 hat das kleine, aber feine Museum Ehemalige Klöppelschule seine Pforten geöffnet. Amtsvorgänger Altbürgermeister Johann Müller und die Mitglieder des damaligen Gemeindrates realisierten am Ort der früheren Klöppelschule, dieses Museum. Es gewährt einen überaus interessanten Einblick in die Entwicklung der Klöppelschule als wichtigen Teil der Kultur- und Sozialgeschichte von Bayern und Böhmen.
„Tiefenbach ist spitze geblieben“, hob MdB Karl Hohlmeier in seinem Grußwort hervor, auch wenn sich in den letzten 100 Jahren viel verändert hat. Das Dreigestirn an der tschechischen Grenze hat damals die Chance genutzt, den Strukturwandel voranzubringen und neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu suchen und auch zu finden. Heute können wir die Kunstwerke sehen, die mit Geduld und Konzentration daraus entstanden sind. Spätestens nach der Weltausstellung in Barcelona 1929 wurde das Spitzenklöppeln  aus der Oberpfalz weltweit bekannt. Jetzt ist es eine andere Zeit, Klöppeln ist nicht mehr eine Notwendigkeit, sondern Freizeitbeschäftigung. Auch Hohlmeier dankte dem Klöppelkreis für sein Engagement und seine Initiativen und wünschte beim Start ins Jubiläumsjahr großen Erfolg. „Halten Sie diese traditionelle Handwerkskunst aufrecht.“
Birgt Höcherl, Bürgermeisterin aus Schönsee, gratulierte auch im Namen ihrer Kollegen aus Stadlern und Weiding zu dem 110-jährigen-Jubiläum. „Als Bürgermeister sind wir bemüht, unsere Heimat nach außen gut darzustellen, in Tiefenbach gelingt dies sehr gut.“ Gemeinsam haben sie es geschafft, bis heute das Spitzenklöppeln in der Oberpfalz bestens zu repräsentieren. Auch Höcherl wies darauf hin, dass dies ohne die Klöppeldamen und ihre zahlreichen Aktivitäten nicht gelingen würde. Sie wünschte für das Jubiläumsjahr einen guten Besuch und wies auf die Schönseer Klöppeltage vom 12. bis 17. Juni 2017 hin.
Bernadette Unverzart sprach stellvertretend für die Rektorin der Tiefenbacher Grund- und Mittelschule Melitta Bittner ein Grußwort. Aus schulischer Sicht könnte man das Motto erweitern: „20 Jahre Arbeitsgemeinschaft Klöppeln an der Grund- und Mittelschule Tiefenbach“. 1995 ergriff Sieglinde Prögler mit dem Frauenclub Tiefenbach die Initiative und hielt Klöppelkurse für Kinder, zwei Jahre später wurde das Klöppeln als Arbeitsgemeinschaft in die schulische Stundentafel aufgenommen. Einige Jahre unterrichteten Renate Schneider und Theresia Krämer das Klöppeln, seit 15 Jahren leitet Christine Hunger die Arbeitsgemeinschaft Klöppeln. „Die Arbeitsgemeinschaft Klöppeln zeichnet unsere Schule aus“, lobte Lehrerin Bernadette Unverzart und dankte an dieser Stelle auch dem Schulamt für die zusätzlichen Stunden. Die Arbeitsgemeinschaft nimmt immer wieder an unterschiedlichen Aktionen teil, so dass die Schülerarbeiten auch über die Schule hinaus entsprechende Würdigung erfahren. Immer wieder gibt es verschiedenste Veranstaltungen mit Vorführungen und Schauklöppeln. Herauszuheben ist dabei der Nordgautag 2014, bei dem die AG Klöppeln unter dem Titel „Alte Kunst in jungen Händen“ einen großartigen Beitrag leistete. Bereits zweimal hat die AG an einem Textilwettbewerb teilgenommen, in diesem Jahr wurde zum Thema „Textiles in der Vielfalt der Kulturen“ das „Regenbogenland“ gestaltet, das die Besucher im Eingangsbereich bewundern konnten. Zum Abschluss zeigte sie Fotos, die einen Eindruck vermitteln, mit wieviel Stolz und Freude, aber auch Konzentration und Ausdauer die Mädchen bei der Sache sind.
Sieglinde Prögler vom Klöppelkreis Schönsee-Stadlern-Tiefenbach sprach allen Klöpplerinnen ein herzliches Vergelts Gott für ihre stetige Unterstützung und den guten Zusammenhalt aus. Sie dankte außerdem Bärbel Kleindorfer-Marx, Bürgermeister Ludwig Prögler mit dem Gemeinderat, Monik Zilk und Frieda Roith aus Schönsee. Nur mit ihrer Hilfe können die vielen Aktivitäten des Klöppelkreises bewältigt werden. Prögler wünschte sich weiterhin so eine reibungslose Zusammenarbeit.
Bürgermeister Ludwig Prögler kündigte als Höhepunkt den Festvortrag von Dr. Bärbel Kleindorfer-Marx, Kulturreferentin des Landkreises Cham an, die immer wieder mit Rat und Tat zur Seite steht. Die beiden Museen in Tiefenbach liegen ihr sehr am Herzen und so ist es auch ihr zu verdanken, dass der Eintrag in die Landes- und Bundesliste des immateriellen Kulturerbes geschafft wurde.
Dr. Bärbel Kleindorfer-Marx gab dieses Kompliment zurück und überbrachte Grüße des Landrats Franz Löffler. In ihren Ausführungen wies sie vor allem auf die soziale Bedeutung des Spitzenklöppelns hin. Die Ursprünge der Klöppelschule 1907 begannen in der Gaststube des „Krapflbräu“, hier lernten eine Reihe Klöpplerinnen das Spitzenklöppeln. Von Anfang an existieren Fotos der Klöpplerinnen, die Kleindorfer-Marx zeigen konnte. Zunächst vor den typischen gedrungenen und dunklen Waldlerhäusern im Freien, ab 1912 in der schönen Klöppelschule. Hier sieht man deutlich den Gegensatz mit einem geräumigen hellen Raum, große Fenster und elektrischem Licht. Zeitgleich wurden auch die Schule und das Jugendheim gebaut. Heute befinden sich im Haus der Klöppelschule das Rathaus und das Museum. Tragende Säulen der Klöppelschule waren Pfarrer Mühlbauer und Fräulein Betz, später auch Philomena Hartinger. Dr. Bärbel Kleindorfer-Marx ging auf weitere Höhepunkte in der Zeit der Klöppelschule ein. 1931 war eine große Präsentation über die Wirtschaft der Bayerischen Ostmark in München. Die Dokumentation über Tracht uns Spitze zieht sich über die Jahre hinweg durch, da die Klöpplerinnen in ihrer Tracht abgelichtet wurden. So kann man sie auch als Oberpfälzer identifizieren. Anhand der historischen Fotos konnte auch der Beweis erbracht werden, dass auch Buben klöppelten. Im kalten Winter wurde der Zusatzerwerb sehr geschätzt. 1908 wurde die Spitzenverkaufsgenossenschaft gegründet und damit die Klöpplerinnen unabhängig. Dies war eine große soziale Errungenschaft. 17 Angestellte hatte die Gesellschaft und sogar eine eigene „Reisende“, die Französisch sprach. Ein großer Erfolg war 1929 die Goldmedaille anlässlich der Weltausstellung in Barcelona. So konnte sich die Klöppelregion weltweit präsentieren und einen ganzen Katalog ihrer Produkte zeigen. Dr. Bärbel Kleindorfer-Marx wies auch auf die Osthilfe hin, die 1937 eine ideologische Idee verbreitete. Sogar Fotografen aus Berlin nahmen die Region in den Bick und verfassten Artikel. In den 50er Jahren wurde Suse Bernuth Leiterin der Oberpfälzer Klöppelschulen. Unter ihrer Leitung wurde die Fotografie professionalisiert, angestellte Models präsentierten gekonnt die Modelle zur Tischwäsche und Damenmode und die Fotos erschienen in überregionalen Illustrierten und Zeitungen. Viele Funde sind den fleißigen Archivaren zu verdanken. Bis 1970 bestand die Klöppelschule Tiefenbach.
1986 gab es in Walderbach eine Sonderausstellung zu den Oberpfälzer Klöppelschulen Stadlern-Schönsee-Tiefenbach. Durch diesen Anlass wurde das öffentliche Interesse am Klöppeln wiedererweckt. 1987 folgte eine Ausstellung im Oberpfälzer Volkskundemuseum in Burglengenfeld, um 1989 in Tiefenbach und 2000 unter dem Motto „Hand in Hand“ in Klattau. Es entstand der Wunsch, die alten, sehenswerten Stücke dauerhaft in Tiefenbach zu präsentieren – die Idee des Museums entstand. Am 15.03.2002 wurde das Museum Ehemalige Klöppelschule eingeweiht. Das Museum wird international beachtet. Es lebt von Schenkungen und Dauerleihgaben, unter anderem ging der Bestand der Klöpplerin Maria Kerling an das Museum. Die umfangreiche Klöppelausstellung zum 100-jährigen Jubiläum der Klöppelschule mit vielen religiösen Motiven wurde auch im Schloss Miltach und im Landratsamt gezeigt.
Dr. Bärbel Kleindorfer-Marx wies auf viele weitere Ausstellungen in den vergangenen Jahren hin. Als letztes Foto zeigte sie die Urkundenverleihung beim Eintrag in die Bayerische Landesliste des Immateriellen Kulturerbes. „Auch für mich war das eine große Freude“, betonte Kleindorfer-Marx und dankte allen, die sie tatkräftig unterstützen. Abschließend freute sie sich auf die kommenden Ausstellungen über das Oberpfälzer Spitzenklöppeln.
Bürgermeister Ludwig Prögler bedankte sich bei der Referentin für die eindrucksvolle Schilderung über die einzelnen Epochen der Tiefenbacher Klöppelschule und deren Bedeutung für die Bevölkerung und überreichte einen geklöppelten Engel als Präsent.
In einem weiteren Film wurde nochmal die große wirtschaftliche Bedeutung der Heimarbeit für die Region herausgestellt. 1986 griff die damalige KLJB Tiefenbach das Thema auf und drehte selbst den Film „Tiefenbach und das Klöppelhandwerk“, der ebenfalls gezeigt wurde.
Am Ende des offiziellen Programms angekommen, erlaubte sich Bürgermeister Ludwig Prögler einen sehr wichtigen Programmpunkt zu ergänzen und sprach von einer echten Überraschung. Das Gesicht der Tiefenbacher Klöppelmanschaft, die das Museum mit angeschoben hat und sich auf andere Weise vielfach um das Gemeinwohl verdient gemacht hat, soll eine besondere Ehrung erfahren.  Die Rede war von Sieglinde Prögler. Sie leitete von 1980 bis 1998 den Frauenclub Tiefenbach und organisierte als verantwortliche Person des Frauenarbeitskreises zuverlässig und vorbildlich bei über rund 100 Terminen die Bewirtung der Blutspender. „Ihre große Leidenschaft galt und gilt aber dem Klöppeln“, betonte Bürgermeister Prögler. Seit den 1980er Jahren setzte sich sie mit ununterbrochenem Elan und unbeirrbarer Geduld für die Gründung eines Museums ein, arbeitete aktiv bei der Errichtung mit und brachte zahlreiche wertvolle Ideen ein. Seit vielen Jahren steht sie mit an der Spitze des Klöppelkreises, sorgt für den Aufsichtsdienst im Museum und ist oft dort anzutreffen, wenn sie Besucher kompetent informiert oder gekonnt die Köppel fliegen lässt. „Nicht nur sagen, sondern auch handeln und mit anpacken“, so charakterisierte Prögler die Geehrte. „Außerdem ist es ihr eine echte Herzensangelegenheit, die Kunst des Spitzenklöppelns nicht nur zu bewahren, sondern auch an die nachfolgende Generation weiterzugeben“, führte Prögler ihr Engagement weiter auf und wies auf die initiierten Arbeitsgruppen an der Grund- und Mittelschule Tiefenbach hin. In diesem Jahr konnte Sieglinde Prögler einen halbrunden Geburtstag feiern. Zu diesem Anlass beschloss der Gemeinderat Tiefenbach einstimmig, ihr die Ehrenmedaille zu überreichen. Im Namen der gesamten Gemeinde Tiefenbach gratulierte Bürgermeister Ludwig Prögler sehr herzlich und überreichte die Medaille und die Urkunde. Anschließend durfte sich Sieglinde Prögler ins Goldene Buch der Gemeinde eintragen.
Am Ende wies Ludwig Prögler auf die weiteren Veranstaltungen des Jubiläumsjahres hin. Am 11. Juni wird die Ausstellung „Die Spitze im Wandel der Zeit – zum 110-jährigen Jubiläum der Klöppelschule Tiefenbach & Spitze aus Sedlice – Traditionelles Handwerk und Kunst“ im Ludwig-Gebhard-Museum eröffnet. Dazu gibt es am 16. Juni eine Modenschau „Spitze aus Sedlice als Mode im Wandel der Zeit.“ Abschließend bedankte er sich bei allen, die zum Gelingen des Abends beigetragen haben, vor allem bei den Damen der Klöppelgemeinschaft, dem Techniker Richard Zilk, Organisatorin Monika Zilk und den Mädels von der Dachbod´n Musik unter der Leitung von Birgit Vogl, die den Abend musikalisch gestalteten.
Viele interessante und gute Gespräche konnten die Gäste bei anschließenden Häppchen, Kaffee und Kuchen führen.

AG Klöppeln mit Lehrerin Frau Hunger und UnverzartDank an Frau Dr. Kleindorfer-MarxEintrag ins goldene Buch der GemeindeFestvortrag




 
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