„Lebe den Tag, wie er dir gegeben“


KreisKLB

Voll besetzt war das Jugendheim in Tiefenbach, als Luzia Wutz von der Katholischen Landvolkbewegung im Landkreis Cham die Referentin des Abends, Waltraud Eichinger aus Lalling bei Deggendorf, begrüßte. Der Willkommensgruß galt ebenso Landvolkpfarrer Ambros Trummer und Pfarrer Albert Hölzl. Als musikalische Einstimmung sangen alle gemeinsam das Lied „Dieses Leben haben“ und Waltraud Eichinger stellte das Thema ihres Referates „Lebe den Tag, wie er dir gegeben“ nochmals vor. Vorträge, meinte sie, haben wir alle sicher schon viele gehört, doch was nehmen wir für den Alltag mit, was ändern wir wirklich in unserem Leben? Fragte sie bewusst, denn oft siegt der innere Schweinehund und die Bequemlichkeit und Gewohnheit hinderten uns an wichtigen Veränderungen. Sie würde sich freuen, wenn bereits eine Kleinigkeit, ein Satz, ein Impuls für jeden einzelnen hängen bliebe. Die Grundschullehrern und Referentin für Erwachsenenbildung hat drei Kinder, doch bis es soweit war, hatten sie und ihr Ehemann herbe Rückschläge weckstecken müssen und an solchen Tiefpunkten fragt sich sicher jeder, wie geht es weiter, schaff ich das oder muss ich jetzt vollends verzweifeln. Wenn es irgendwann wieder aufwärts geht, kommt uns oft das geläufige Sprichwort „In Gottesnamen“ über die Lippen und sie plädiert als gläubige Christin zu mehr Gottvertrauen. So mancher kennt die Lebensweisheit eines unbekannte Verfassers „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ädern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Waltraud Eichinger fügt dazu drei für sie wichtige Punkte an: 1. Nimm an, was das Leben dir schenkt,
2.Lass los, was nicht passt, was du nicht ändern kannst. 3.Pack zur rechten Zeit an.
Zum Gottvertrauen gehört auch eine gute Portion Selbstvertrauen und dies sei für ein erfülltes Leben ebenso wichtig. Dies ist der Grundstock, um verzeihen zu können. Sich bewusst werden „Ich bin ein guter Mensch“. Für Perfektionisten, zu denen sich die Referentin selbst zählt, ist es oft schwer, zufrieden zu sein. Was gelingt uns schon vollkommen und müssen wir immer perfekt sein. Ein weiser Mann riet ihr einmal, dass 80 Prozent oft auch genügen. Damit ist sei beim letzten Kapitel „Leben im hier und heute“. Eichinger rät, die Vergangenheit loszulassen, nicht zu verdrängen, doch den Blick nach vorne zu richten. In schweren Zeiten der Trauer holt sich die Seele die Zeit, die sie braucht. Doch irgendwann muss sich jeder bewusst werden, es ist Zeit nach vorne zu blicken. Den Gläubigen hilft in schweren Zeiten das Gebet und wer Streit hat, ist gut beraten, sein Gegenüber zu segnen. Gute Gedanken verfehlen ihre Wirkung nicht. Dabei kam ihr eine Inschrift an einem Wohnhaus ins Gedächtnis „Bevor du etwas Böses sagst über mich und die Meinen, geh nach Hause und betrachte die Deinen“. Jemanden zu segnen, den man nicht mag, kostet Überwindung, doch es lohnt sich und schafft inneren Frieden. Diesen Frieden und den Segen Gottes wünscht Waltraud Eichinger allen Zuhörern und dankte für die Aufmerksamkeit.
 
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